Häufigkeit und Ursache
Die Parkinson-Krankheit gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sehr oft treten die ersten Krankheitssymptome zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter nimmt die Erkrankungshäufigkeit zu. In Deutschland sind mehr als ein Prozent der über 65-Jährigen betroffen, wobei Männer etwas häufiger erkranken als Frauen. Aber 5-10% aller Patienten bemerken erste Symptome bereits vor dem 40. Lebensjahr. Mit der Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung ist in Zukunft mit einer weiter steigenden Zahl an Patienten zu rechnen. Insgesamt wird die Zahl der Parkinson-Patienten in Deutschland auf rund 250.000 geschätzt.
Neben dem klassischen Bild der Parkinson-Krankheit - Mediziner nennen es idiopathisches Parkinson-Syndrom bzw. Morbus Parkinson - gibt es eine Reihe parkinsonähnlicher Störungen, die von der eigentlichen idiopathischen Krankheit abgegrenzt werden müssen. Diese Krankheitsbilder werden als atypische Parkinson-Syndrome bezeichnet. Findet sich hingegen eine deutlich fassbare Ursache, sprechen wir von einem sekundären Parkinson-Syndrom. Wir beschränken uns hier auf den Morbus Parkinson, also die klassische Parkinson-Krankheit.
Bei Parkinson-Patienten gehen die Nervenzellen der Substantia nigra zugrunde. Dies ist eine umschriebene Region, die im Mittelhirn liegt und schwarz gefärbt ist. Mit dem Zelluntergang verbunden ist die Entfärbung dieser Region: statt schwarz erscheint sie hell. Durch den Untergang der Nervenzellen kommt es zu einem Dopaminmangel, wodurch die Botenstoffe Glutamat und Acetylcholin ein relatives Übergewicht erlangen.
Der Untergang von Nervenzellen ist ein langsam, jedoch ständig fortschreitender Prozess. Symptome der Parkinson-Krankheit treten nicht sofort auf, sondern erst, wenn etwa 60% der Dopamin-produzierenden Zellen nicht mehr funktionstüchtig sind.
Neueren Forschungsergebnissen zufolge gehen auch Nervenzellen in anderen Regionen des Gehirns zugrunde; ein Prozess, der vor allem für die nicht-motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit verantwortlich gemacht wird.
Zusammenfassend kann man sagen: Die zentrale Ursache der Parkinson-Krankheit ist ein Mangel an Dopamin.
Wieso kommt es zur Zerstörung der Nervenzellen der Substantia nigra? Diese Frage ist trotz intensiver Forschung noch nicht geklärt. Möglicherweise sind hierfür mehrere Faktoren gleichzeitig verantwortlich, unter anderem:
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Die Parkinson-Krankheit gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sehr oft treten die ersten Krankheitssymptome zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter nimmt die Erkrankungshäufigkeit zu. In Deutschland sind mehr als ein Prozent der über 65-Jährigen betroffen, wobei Männer etwas häufiger erkranken als Frauen. Aber 5-10% aller Patienten bemerken erste Symptome bereits vor dem 40. Lebensjahr. Mit der Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung ist in Zukunft mit einer weiter steigenden Zahl an Patienten zu rechnen. Insgesamt wird die Zahl der Parkinson-Patienten in Deutschland auf rund 250.000 geschätzt.
Neben dem klassischen Bild der Parkinson-Krankheit - Mediziner nennen es idiopathisches Parkinson-Syndrom bzw. Morbus Parkinson - gibt es eine Reihe parkinsonähnlicher Störungen, die von der eigentlichen idiopathischen Krankheit abgegrenzt werden müssen. Diese Krankheitsbilder werden als atypische Parkinson-Syndrome bezeichnet. Findet sich hingegen eine deutlich fassbare Ursache, sprechen wir von einem sekundären Parkinson-Syndrom. Wir beschränken uns hier auf den Morbus Parkinson, also die klassische Parkinson-Krankheit.
Bei Parkinson-Patienten gehen die Nervenzellen der Substantia nigra zugrunde. Dies ist eine umschriebene Region, die im Mittelhirn liegt und schwarz gefärbt ist. Mit dem Zelluntergang verbunden ist die Entfärbung dieser Region: statt schwarz erscheint sie hell. Durch den Untergang der Nervenzellen kommt es zu einem Dopaminmangel, wodurch die Botenstoffe Glutamat und Acetylcholin ein relatives Übergewicht erlangen.
Der Untergang von Nervenzellen ist ein langsam, jedoch ständig fortschreitender Prozess. Symptome der Parkinson-Krankheit treten nicht sofort auf, sondern erst, wenn etwa 60% der Dopamin-produzierenden Zellen nicht mehr funktionstüchtig sind.
Neueren Forschungsergebnissen zufolge gehen auch Nervenzellen in anderen Regionen des Gehirns zugrunde; ein Prozess, der vor allem für die nicht-motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit verantwortlich gemacht wird.
Zusammenfassend kann man sagen: Die zentrale Ursache der Parkinson-Krankheit ist ein Mangel an Dopamin.
Wieso kommt es zur Zerstörung der Nervenzellen der Substantia nigra? Diese Frage ist trotz intensiver Forschung noch nicht geklärt. Möglicherweise sind hierfür mehrere Faktoren gleichzeitig verantwortlich, unter anderem:
Veränderungen im Erbgut des Menschen
Stoffwechselprodukte
Umweltgifte

